„… aber stets gut informiert.“

30. April bis 12. Juni 2026

„… aber war stets gut informiert“

WERKSCHAU NEUE SORBISCHE KUNST – BERNHARD SCHIPPER

Mit der Werkschau „…aber war stets gut informiert“ präsentiert die Galerie KK5 das vielschichtige Werk des 1970 in Bautzen geborenen Künstlers Bernhard Schipper. Die Ausstellung kuratiert drei Jahrzehnte seines Schaffens und lädt das Publikum zu einer visuellen Spurensuche ein.

Spekulative Archäologie statt Ostalgie

Bernhard Schipper sieht sich nicht als klassischen Schöpfer, sondern als Ausgräber. In einer Praxis der „spekulativen Archäologie“ fördert er historische Artefakte der Ost-Moderne – wie vierzig Jahre alte Schilder oder verschimmelte Kreide – zutage. Er entkernt diese Fundstücke von ihrem ideologischen Ballast und setzt sie in neuen, perfekten Proportionen zusammen.

Subkultur und fiktive Identitäten

Ein zentrales Element der Schau sind die verschiedenen Phasen der „Neuen Sorbischen Kunst“ (NSK), die Schipper zunächst als fiktive Arbeitsgruppe künstlerisch erzählte und die später in die reale Künstlergruppe „Neue Sorbische Kunst“ bzw. „NSK Lipsk“ überging. Schipper dekonstruiert in seinem Werk hintersinnig aufgeladene Begriffe wie Heimat und Zugehörigkeit. Er zeigt, dass Identität nicht linear verläuft. Die von ihm freigelegten visuellen Codes sind auch anschlussfähig für urbane Subkulturen (u. a. das WGT-Publikum), die sich über Brüche und nonkonforme Lebensentwürfe definieren.

Die Ausstellung bietet einen Raum, um die Konstruktion kollektiver Identitäten und fiktiver Narrative selbst zu entdecken und neu zu bewerten.

Führungen:
Jeden Samstag um 15 Uhr

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Eintritt frei